PLANUNGSSTADRAT RUDOLF SCHICKER: "Kein Unter-der-Decke-Mauscheln mehr"

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Falter: Herr Schicker, "Wien ist keine Hochhausstadt" haben Sie bei der Präsentation des neuen Hochhauskonzepts gesagt: Heißt das, Wien darf nicht Chicago werden - zumindest architektonisch?

Rudolf Schicker: Nein, Chicago ist ja eine wunderschöne Stadt. Ich denke nur, dass die am Ende des 19. Jahrhunderts gewachsene Stadtstruktur Wiens so beschaffen ist, dass wir sehr aufpassen müssen, wo wir Hochhäuser hineinsetzen und wo wir Ballungen von Hochhäusern zulassen.

Warum hat es in dieser Stadt zehn Jahre gedauert, bis es jetzt endlich klare Hochhausrichtlinien gibt?

Wien ist eine Stadt, die immer alles sehr genau wissen möchte, bevor sie sich für ein endgültiges Konzept entschließt - und deshalb manchmal auch etwas lang braucht. Das hat Tradition in Wien: Auch die Entscheidung pro U-Bahn ist hier wesentlich später gefallen als in anderen Städten.

Welche Hochhäuser wären nach den künftigen Richtlinien erst gar nicht gebaut worden?

Es gibt manche, die nicht gebaut worden wären, wenn


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