Sideorders: Clubs & Offsiders

Stadtleben | aus FALTER 43/01 vom 24.10.2001

Ja, es ist natürlich schon klar, dass es gesetzliche Vorgaben im Bereich der Gastronomie geben muss. Ja, Gesundheit der Gäste und Mitarbeiterschutz hängen davon ab, ja eh. Aber ein Eutzerl Anarchie beziehungsweise Individualismus wirkt zumindest immer erfrischend und belebend. Die kulinarische Off-Szene in Wien ist entweder extrem geheim und dringt selbst zu den interessiertesten Fressern (zu mir!) nicht durch, oder es gibt sie nicht. Ansatzweise findet Undergroundessen hier statt (für Infos bin ich jederzeit dankbar: Florian.Holzer@chello.at):

Zum finsteren Stern, 1., Sterng. 2, Tel. 535 81 52, Mo-Sa 15-24 Uhr.

Jahrelang hatte sich Ella Peneder in ihrer winzigen Weinhandlung mit anonymen Anzeigen der Nachbarn herumzuschlagen. Seit geraumer Zeit verfügt sie jetzt über eine Imbisskonzession, wobei man schon sagen muss, dass ihre "Imbisse" äußerst speziell und superfein sind. Die Atmosphäre ist einzigartig.

CAntina l'Arte, 1., Dr.-Karl-Lueger-Ring 14, Mo-Fr 15-24 Uhr.

Anton Mimra war schon im "Al Cappello" und später in der "CAntina" beim Juridikum als genialer Interpret der friulanischen Küche bekannt. Der Mietvertrag des CA-Lokals mit Öffentlichkeitsrecht lief aus, jetzt "kocht" er neben der Kegelbahn im Casinos-Austria-Gebäude. Das heißt, kochen darf er dort eigentlich nicht. (Türe links im Korridor zum Foyer.)

Santa Rosa, 8., Lange G. 19, Tel. 0676/623 97 71, Mi-Sa ab 17, So ab 11 Uhr.

In diesem ehemaligen Möbelhaus, in dem man Tisch und Stuhl aus den 50er- und 60er-Jahren erwerben konnte, mietete sich vor kurzem eine italophile Gruppe von jungen Kunstmenschen ein. Es gibt Konzerte, Veranstaltungen und hin und wieder wird auch ein bisserl gekocht, mediterran natürlich, ist ja schließlich der "Verein für mediterrane Lebenskunst".


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige