Mitte links

Politik | MARKUS HUBER/BERLIN | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

BERLINER WAHL. Der Bezirk "Mitte" ist Berlins Spittelberg: junge, urbane Menschen, die immer schon Grün wählten. Doch plötzlich ist alles anders: Mitte wählt plötzlich kommunistisch. Warum eigentlich? 

Ob es hier schön ist? Schwer zu sagen. Wer in Berlin-Mitte wohnt, muss zumindest ein Faible für Baustellen haben. Nirgendwo sonst in der Stadt gibt es so viele Kräne, Bagger und Mischmaschinen. Es ist laut in der Gegend, und wenn in der Nachbarschaft einmal ein Baugerüst verschwindet, dann dauert es selten länger als eine Woche, bis das nächste Haus in der Nachbarschaft hinter einer hässlichen Abdeckplane verschwindet.

  Wer in Mitte wohnt, muss auch ein Faible für Touristen haben. Überall treiben sie sich herum, sowohl vor den Sehenswürdigkeiten der Stadt wie dem Potsdamer und dem Alexanderplatz, vor dem Reichstag, auf der Museumsinsel oder in Unter den Linden. Und weil es kaum noch einen Reiseführer gibt, der nicht von der "pulsierenden Mitte mit ihrer reizenden Kneipenkultur"


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