OFFENER KANAL: "Schmissiges Programm"

Medien | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

Im Hinterzimmer des Café Prückel, dort, wo sonst ältere Dame Bridge spielen, trafen sich im Hochsommer zwei Dutzend junge Künstler und Medienleute für ein Planspiel ganz anderer Art. Sie diskutierten darüber, wie ein offener TV-Kanal in Wien funktionieren könnte: Organisationsform, Finanzierung, Inhalte und, wie man so etwas basisdemokratisch aufzieht, ohne dass es gleich wieder im Chaos endet.

  Fast vierzig Jahre, nachdem der erste unkommerzielle, offene Kanal in den USA auf Sendung ging, soll auch Wien einen Fernsehsender bekommen, auf dem sich jeder Möchtegern-Produzent nach Lust und Laune austoben kann. Das ist eines von 23 Projekten, auf die sich Sozialdemokraten und Grüne in Wien für diese Legislaturperiode verständigt haben. Unter dem Titel "Förderung der freien Medien" sieht das rot-grüne Papier die Errichtung eines gemeinnützigen Kanals vor. Noch ist außer dem einen Brainstorming im Prückel aber nicht viel passiert. Zunächst werden TIV-Mitbegründer Alf Altendorf,

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