Presseschau

Medien | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

Lehrer und Lehrerinnen haben es in Österreich echt nicht leicht. Da werden "die Stunden der Lehrer für interkulturellen Unterricht gekürzt", "50 Prozent der Schüler sind Ausländer" und es gibt Klassen mit "über 30 Schülern", die "nicht die nettesten" sind. In der Kronenzeitung beklagt sich eine Grazer Lehrerin im Rahmen eines eineinhalb-spaltigen "freien Worts" (so heißen dort die Leserbriefe) darüber, "dass sie nebenbei ständig intervenieren" muss, da es "laufend zu sexuellen Übergriffen von ausländischen männlichen Jugendlichen auf österreichische Mädchen" kommt. Die Frau scheint Expertin zu sein, denn sie weiß, dass "für viele muslimische Männer", vor allem wenn sie erst kurz in Österreich sind, "europäische Frauen nach wie vor Freiwild" sind. "Demokratisches und zivilisiertes Verhalten", also offenbar das genaue Gegenteil, sei eine "hart erarbeitete und erlernte Sache", meint die unterrichtende Leserbriefschreiberin und schließt: "Hoffentlich reagieren die österreichischen Eltern bald." Der Name zum "freien Wort"? "Da ich mich nicht an die Medien wenden darf, muss ich Sie bitten, meinen Namen nicht zu veröffentlichen." Wie praktisch.


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