FERNSEHEN

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

Was denken sich die Programmplaner eigentlich? Ich will jeden Abend eine gute Serie. Und nicht an einen Abend jede gute Serie. Von dieser Sorte laufen derzeit ohnehin nur zwei. Und die werden auf die fieseste Art kampfprogrammiert. Dienstags von 22.10 bis 22.20 Uhr sind die schrecklichsten zehn Minuten der Woche. Die zweite Folge "Sex and the City" auf Pro 7 ist noch nicht vorbei, da hat "Ally McBeal" schon die Rückblende, den Einstiegsgag und den Vorspann hinter sich. Mr. Big oder Robert Downey jr.? (Männer) Sam oder Ling? (Frauen) Marni oder Calvin Klein? (Kleider) Monolo Blahnik oder Jimmy Shoo? (Schuhe). Ficken (ja, so derb sprechen die heutzutage im Fernsehen) oder Reden? (Zwischenmenschliches) Seit der fünften Woche gewinnen die New Yorkerinnen. Ally hat es wie in jeder Staffel mit dem Weihnachtskitsch übertrieben, auch wenn diesmal kein Einhorn durchs Bild galoppierte. Chaos City (Montag, 23.45 auf Pro 7) ist derzeit leider noch keine vollwertige Ersatzdroge. Seit dem Ausstieg des an Parkinson erkrankten Michael J. Fox gibt Charlie Sheen den Vizebürgermeister. Bisher grenzt die Darstellung noch an Krankenschändung. Aber der Neue hatte ja erst drei Folgen.


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