THE MAKING OF "LOVELY RITA": "Ein bisschen wie ,Die liebe Familie'"

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

Filme nach Kochrezept, sagt Jessica Hausner, sind ihr ein Gräuel. Und nicht nur ihr. Eine der Besonderheiten der jüngsten unter den heimischen Produktionsfirmen ist, dass ihre Protagonisten die coop 99 gleichermaßen als professionelles Label wie auch als gemeinsame "Experimentierwerkstatt" verstanden wissen wollen.

  Ein kurzer Blick auf die Produktion von "Lovely Rita", das beim heurigen Filmfestival in Cannes uraufgeführte Spielfilmdebüt von Jessica Hausner, veranschaulicht exemplarisch die hierzulande nicht eben gängige Arbeitsweise der coop. Schon das Casting erwies sich als ein Abenteuer; für die Rolle der Titelheldin wurden 500 Mädchen gecastet, ehe sich Hausner für die 15-jährige Barbara Osika entschied. Ein wahrer "Glücksfall", könnte man glauben, wären nicht sämtliche weitere Rollen ebenfalls glänzend besetzt: übrigens ausschließlich mit Laien, "die irgendwie offener sind als Schauspieler und halt mehr von sich selber, von ihrem Leben und ihrem Alltag einbringen"


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