OHREN AUF! Liebe zu dritt

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

Einem eingespielten Ritual folgend eilt jeder neuen Platte des Berliner Duos Stereo Total die bange Ahnung voraus, dass sich die Mischung aus infantilen Texten und einem programmatischen musikalischen Minimalismus diesmal endgültig totlaufen müsse. Im Raum stehen diese Zweifel seit ihrem Zweitlingswerk "Monokini", bestätigt wurden sie freilich noch nie.

Auch auf ihrem fünften Album "Musique Automatique" (Bungalow/Virgin) navigieren Françoise Cactus und Brezel Göring einmal mehr unterhaltsam und stilsicher durch die weite Welt zwischen französischen Chansons, beherztem NDW-Stümperei, Punk als Haltung, Sixties-Beat, Garagenrock und elektronischem Pop. Und für Stücke wie "Liebe zu dritt" wird man Stereo Total ohnehin immer lieben; in unschuldiger Aufrichtigkeit verkündet Cactus hier: "Ich liebe es Liebe zu machen, am liebsten zu dritt. Das ist total out, das ist Hippieshit, aber ich sag es laut: Ich liebe Liebe zu dritt!"

Zumindest die Frankophilie teilen sich Stereo Total mit den


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