The Boss of the Bass

KLAUS TASCHWER | Kultur | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

MUSIK. Jamaaladeen Tacuma ist der funkigste und bestgekleidete E-Bassist zwischen Wien und Philadelphia. Ein Gespräch mit dem bekennenden Moslem über die Bedeutung seines Namens, die Folgen des 11. September und ernste Kleidungsfragen. 

Rudolph McDaniel", dachte sich der 19-jährige Rudy McDaniel beim Blick in den Spiegel und schüttelte den Kopf. "That don't go anymore!" Der afroamerikanische Musiker war gerade nach einem halbjährigen Paris-Aufenthalt in seine Heimatstadt Philadelphia zurückgekehrt, verändert und gereift: Kein Geringerer als der Free-Jazz-Pionier Ornette Coleman hatte den Hochbegabten nach Europa mitgenommen und sollte ihn für die nächsten zwölf Jahre als E-Bassisten engagieren.

  McDaniel ging freilich unter einem anderen Namen in die jüngere Musikgeschichte ein, was mit der zweiten Veränderung durch den Europa-Trip vor mehr als 25 Jahren zu tun hatte: Der junge Musiker hatte sich mit einem Algerier angefreundet, der ihn mit den Lehren des Islam bekannt machte.

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