Das verlorene Kind

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

MUSIK. Michael Jacksons neues Album "Invincible" ist der musikalische Ausdruck der Verzweiflung eines Superstars. 

Was lange währt, wird endlich gut? Schön wärs, aber ganz so einfach ist eine Figur wie Michael Jackson natürlich nicht auf einen volkstümlichen Nenner zu bringen. "Invincible" heißt seine nach jahrelangem Hin und Her nun doch erschienene neue CD, die erste mit ausschließlich neuem Material seit "Dangerous" (1991) - und die Frage, ob sich das Warten gelohnt hat, muss mit einem ins Negative tendierenden Jein beantwortet werden.

  Eines wird beim Anhören schnell deutlich: "Invincible" ist das Produkt der Ratlosigkeit eines offensichtlich nicht nur mit persönlichen Identitätsproblemen kämpfenden Künstlers: Jackson weiß nicht so recht, wo er musikalisch hin soll. R'n'B und HipHop ("Unbreakable", "Heartbreaker") müssen ebenso vertreten sein wie einige Überdosen an unfassbarem Kitsch ("The Lost Children", "Cry") und rockige Klänge ("2000 Watts"). Am besten ist Jackson,


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