Postmoderne Inthronisation

JÜRG STENZL | Kultur | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

ADOLF WÖLFLI. 35 Jahre hat der Schweizer Maler, Dichter und Musiker Adolf Wölfli im Irrenhaus verbracht und dort ein unübersehbares Lebenswerk geschaffen. Durch Wien Modern wird er gefeiert wie noch nie zuvor. 

Die Schweizer würden ihre besten Künstler ins Irrenhaus stecken, hat Elfriede Jelinek - mit Blick auf Robert Walser, Conrad Ferdinand Meyer, Louis Soutter und sicher auch auf Adolf Wölfli - bissig bemerkt. Eine ganze Reihe jener Künstler allerdings, die zu Hause bleiben durften, wandten sich selbst den "Irren" zu, allen voran der Komponist, Dirigent und Oboist Heinz Holliger, der Texte von Hölderlin ("Scardanelli"), Louis Soutter und Robert Walser unvergleichlich vertonte.

  In Österreich wurde der Maler, Dichter und Komponist Adolf Wölfli (1864-1930), der ab 1895 sein RiesenSuvre in der "Heilanstalt" schuf, für die Musik entdeckt: Für den Steirischen Herbst entstanden 1981 gleich drei Kurzopern von Gösta Neuwirth, Georg Friedrich Haas und Wolfgang Rihm. Ingomar Grünauers

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