Stadtrand: Espresso Viennale

Stadtleben | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

Ooops, ist die Viennale schon wieder vorbei? Da haben wir uns stundenlang für Tickets angestellt, stundenlänger in zugigen Foyers herumgewartet und am stundenlängsten in unbequemen Kinosesseln zugebracht - nur um unsere filmverrückten Freunde wenigstens ab und zu noch zu Gesicht zu bekommen. Früher war das viel einfacher, bequemer und mindestens so schick. Denn früher trafen auch weniger cineastisch Veranlagte den kettenkinogehenden Bekanntenkreis nächtens im Viennale-Zelt. Zwischen zwei Filmen auf einen Drink. Doch im Viennale-Zelt - plüschig wie eh und je - hielten es heuer selbst die cineastisch Veranlagtesten nicht lange aus. Nicht nur, weil es dort die FM4-DJ-Line zum zweiten Mal in Folge nicht gab. Wenn das Partyzelt im Stadtpark nicht gerade Quatschbude war, wurde es vom Personal kurzerhand zu einer Art "Espresso Viennale" umfunktioniert. Ein Partyzelt, in dem tatsächlich Dinge wie die neue Tina-Turner-CD aufgelegt wurden! Very viennaly, schwer urban. Muss das wirklich sein? Wo bleibt der Glamour eines großen Festivals? Aber vielleicht ist die Musik bei der Viennale 2002 ja wieder besser. Und wo wir gerade dabei sind: Fahrradständer rund um die großen Viennalekinos wären auch nicht schlecht. C. W.


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