Visuelle Nahversorger

Stadtleben | PETER PAYER | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

VORSTADTKINOS. Wie in vielen Wiener Vorstädten gab es auch in der Brigittenau jede Menge Kinos. Nach dem Kinosterben der Sechzigerjahre und 15 komplett kinolosen Jahren gibt es jetzt mit der Eröffnung des UCI Millennium City einen Neubeginn. Ein historischer Rückblick. 

Wenn man sich einen Cowboyfilm angeschaut hat, ist ein jeder nachher ganz breitspurig hinausgegangen, so lässig, die Zigarette gleich angeraucht.0" Mit leuchtenden Augen erzählt der passionierte Kinogeher Anton Bartusch von seinen Filmerlebnissen in der Brigittenau - damals, in den Fünfzigerjahren, als er sich noch mehrmals in der Woche im Vindobona cineastischen Träumereien hingab. Auch in den übrigen Lichtspieltheatern des Bezirks war er ein regelmäßiger Gast. Auswahl gab es genug: Insgesamt sieben Kinos garantierten eine annähernd flächendeckende "audiovisuelle Nahversorgung" (Martin Mészáros). Durch Donaukanal und Donau sowie die großen Areale des Nord- und Nordwestbahnhofs von den angrenzenden Bezirken


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