Espresso-Express

THOMAS PRLIC | Stadtleben | aus FALTER 44/01 vom 31.10.2001

KAFFEE. In der Tchibo Coffee Bar gibts italienischen Kaffee nach amerikanischem Konzept: "Coffee to go". Und Dinge, die mit Kaffee weniger zu tun haben. 

Zur Stoßzeit herrscht bei den Kunden in der Tchibo Coffee Bar am Graben ein Griss um die Tische. "Darf ich?", sichert sich eine ältere Dame den letzten freien Stehplatz. "Ich bin auch sofort wieder weg." Sie hält Wort. Zwei kräftige Züge und dreißig Sekunden später schnappt sie ihre Tasche und ist ebenso schnell verschwunden wie der Espresso aus ihrer Tasse. Zwar haben es nicht alle Gäste in der Tchibo-Bar so eilig, für einen langen Kaffeehaus-Nachmittag ist das Konzept der Coffee Bar aber sowieso nicht ausgelegt.

  "Coffee to go" heißt das Konzept, mit dem nun auch in Wien immer mehr Espresso-Bars den Wiener Cafés den Kampf ansagen, und nach amerikanischem Vorbild hektische Stadtbewohner mit schnellem Kaffee versorgen. Auch der Röstkaffeekonzern Tchibo setzt seit einiger Zeit auf diesen internationalen Trend. Mit der Coffee

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