Schwieriger Krieg

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

AUSLAND. Die Kritik an den USA wächst. Die Frage bleibt: Was wäre die Alternative zum Krieg in Afghanistan? 

Der schnelle Sieg war eine Illusion. Fünf Wochen nach den ersten Bombenangriffen auf Afghanistan ist die erhoffte Absetzbewegung von den Taliban ausgeblieben, den USA fehlen nach wie vor glaubwürdige Bündnispartner vor Ort. Dafür hagelt es bittere Rückschläge: Keine einzige Kommandoaktion der viel gepriesenen Special Forces gegen Osama bin Ladens al-Qa'ida brachte bisher den erwarteten Erfolg. Durch Verrat und Mord konnten die Taliban wichtige Verbündete des Westens ausschalten. Was ursprünglich als gezielte Militäroperation gegen das Netzwerk Osama bin Ladens angekündigt war, wird immer mehr zu einem Krieg gegen Afghanistan.

  Die zivilen Opfer scheinen jene zu bestätigen, die schon von Anfang an jeden Militäreinsatz gegen Osama bin Laden abgelehnt haben.

  Eine Antwort bleiben allerdings selbst die scharfsinnigsten Kritiker schuldig: Welche Alternativen sollte

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