"Erniedrigend behandelt"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

AFFÄRE. Bülent Öztoplu, Echo-Chef und Mitglied des Menschenrechtsbeirates, bleibt gekündigt und klagt nun die Polizei wegen "unmenschlicher Behandlung". Sein Fall sorgt auch in Deutschland für Kritik. 

Es wird ein spannender Prozess. Erstmals klagt ein Mitglied einer Kommission des Menschenrechtsbeirates die Polizei in eigener Sache. Bülent Öztoplu, Geschäftsführer des Jugendintegrationsvereines "Echo", will die Umstände seiner Festnahme nicht einfach so hinnehmen (siehe auch Falter 43/01): "Sie haben mich als Mitglied des Beirates so behandelt, wie sie auch sonst niemanden behandeln dürfen." Seine Anwältin Nadja Lorenz - auch sie ist beim Menschenrechtsbeirat - hat eine Beschwerde beim Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) eingebracht. Der Polizei wird darin "unmenschliche Behandlung" vorgeworfen. Öztoplu bekämpft das "erniedrigende" Anlegen der Handfesseln, den Umstand, dass er fünf Tage isoliert blieb, eine Leibesvisitation durch "völlige Entkleidung und Besichtigung


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