Taliban im Rücken

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

JUGENDBUCH. "Die Sonne im Gesicht" ist die Geschichte eines elfjährigen Mädchens, das im afghanischen Kabul als Junge verkleidet zu überleben versucht. 

Wie können Frauen mit ihren Burkas auf diesen Straßen gehen?", fragte Parvana ihren Vater. "Wie können sie sehen, wo sie hinsteigen?" "Sie fallen oft", antwortete der Vater. Er hatte Recht. Parvana hatte oft Frauen stürzen sehen.

  Kabul unter der Herrschaft der Taliban. Die elfjährige Parvana, Tochter eines Englischlehrers und einer Journalistin, ist das Einzige von vier Kindern, das noch auf die Straße darf. Ali, der Sohn, und Maryam, die jüngste Tochter, sind zu klein, Noorea, die 17-jährige Schwester, ist zu alt, um auf die Straße zu gehen. Täglich begleitet sie ihren Vater, der als Vorleser arbeitet, auf den Marktplatz. Der Rest der Familie hat seit der Machtübernahme der Taliban die Einzimmerwohnung nicht mehr verlassen. Als der Vater von den Taliban verhaftet wird, muss Parvana alleine dafür sorgen, dass die Familie


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