"Ich will selber lustig sein"

Kultur | WOLFGANG KRALICEK und KLAUS TASCHWER | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

KABARETT. Der steirische Humor-Anarchist Alf Poier über sein neues Programm "Mitsubischi", über Nietzsche und den Nihilismus, die Taliban und seinen Lieblingswitz. 

Der 34-jährige Alf Poier gilt spätestens seit seinem zweiten Programm "Zen" (1999) als die österreichische Antwort auf Helge Schneider. Die Auftritte des Steirers, dessen Karriere als Schlagzeuger und Volksmusiktexter begann, sind wilde Materialschlachten mit obskuren Objekten und krakeligen Zeichnungen, philosophischem Nonsens und brachialen Hardrocknummern. Seit dem Vorjahr, als Poier mit dem renommierten Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet wurde, ist er regelmäßig zu Gast in den diversen Comedy-Sendungen des deutschen Privatfernsehens; wegen der großen Nachfrage nach "Zen"-Vorstellungen in Deutschland musste die neue Show um beinahe ein Jahr verschoben werden. Jetzt aber ist es so weit: Am 8.11. hat in der Wiener Kulisse Alf Poiers drittes Programm Premiere.

Falter: Ihr neues Programm heißt "Mitsubischi". Was

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