SPIELPLAN

Kultur | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

Am Anfang war gar nichts, dann kam der Ritus und irgendwann viel später das Theater. Weswegen das Theater auch besonders gern über den Anfang der Dinge spricht - und sich dabei der Mittel des Ritus bedient. So oder auch so ähnlich könnte eine Theatergeschichte über das Serapions Theater des Erwin Piplits im Odeon beginnen. Die Welt der Archaik, der Ursprungsmythen steht in seinem interkulturellen Tanztheater hoch im Kurs. In der neuen Produktion "Nunaki" erprobt eine zwölfköpfige Truppe in einem beeindruckend mit einer Art Wandzeichen ausgekleideten Raum den "Sprung ins Ungewisse", sprich: den Ausbruch aus der Gemeinschaft. Mit Stöcken gibt die Gruppe den Takt vor - und Piplits den Rhythmus der ausgefeilten Inszenierung. Dass die wechselnden wundersamen Tableaus die Betrachter nicht immer bei der Stange halten, ist ein wiederkehrendes Problem bei derartigem Bildertheater. Einziger Ausweg: Dranbleiben und Staunen.

  Ein Mittel, mit dessen Hilfe auch die Uraufführung von Robert


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