FERNSEHMUSIK: Sonic Televisions Gallery

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

Wenn Filmmusik schon als "hörbar unhörbare" Musik bezeichnet wurde (siehe Artikel oben), dann muss Fernsehmusik eigentlich als die negierte Kunst schlechthin gelten: Sie wird zwar dauernd konsumiert, aber keiner nimmt sie wirklich wahr. Was durchaus ihrem Zweck entspricht. Ähnlich wie die Muzak-Berieselung in den Supermärkten und Flughäfen dieser Welt hat Fernsehmusik vor allem zu funktionieren, und das heißt, sie muss entweder das visuelle Geschehen auf dem Schirm oder die Wiedererkennbarkeit einer Serie bezeihungsweise eines Senders akustisch unterstützen.

  Anders als manche Kinosoundtracks schafft es Fernsehmusik, wenn überhaupt, nur in Form von Titelmelodien zu eigener Bekanntheit. Die Vorspannbegleitmusiken zu den Krimiserien "Tatort" (Klaus Doldinger) oder "Mission Impossible/Kobra, übernehmen Sie!" (Lalo Schifrin) sind solche Ausnahmen.

  Dass sich Fernsehmusik-Komponisten aufgrund des hohen Produktionsdrucks gerne klischeehafter (und damit bestens wiedererkennbarer)


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