Viele Köche kochen Stew

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

LITERATUR. Mit "Yeats ist tot!" haben 15 irische Autoren gemeinsam - oder besser: gegeneinander - einen hochkomischen Kriminalroman geschrieben. 

Schriftsteller sind bekanntlich egoistische Zeitgenossen, die für ein gelungenes Buch die eigene Großmutter verkaufen würden. Da liegt es nicht unbedingt nahe, gemeinsame Sache mit Kollegen zu machen. Und doch gibt es immer wieder Beispiele für kollektive Schreibprojekte: von Arbeiten der Fluxus-Künstler bis zu jenem wöchentlichen Fortsetzungsroman, den 52 Autoren vor zwei Jahren für die Zeit verfassten (und der bewies, wie wenig sich ein Schriftsteller für die Texte seiner "Vorgänger" interessieren kann). Dazu sind in den letzten Jahren mithilfe des Internets eine Reihe gemeinsam verfasster Hypertextarbeiten entstanden.

  Im Vergleich zu den angeführten Beispielen ist "Yeats ist tot!", ein Kollektivroman von 15 der bekanntesten irischen Schreiber (deren Tantiemen am Buch alle an Amnesty International gehen), geradezu konventionell.


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