KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 45/01 vom 07.11.2001

Architektur sei für ihn immer etwas Mütterliches, meint der Schweizer Baukünstler Peter Zumthor im Interview (Die Zeit 45/01), sie sollte nie belehrend sein, sondern etwas Bergendes haben und selbst mit harten geometrischen Formen eine weiche Stimmung erzeugen. Der zeitgenössische Minimalismus à la Zumthor will sich von Repräsentationsgebaue und Spektakelarchitektur abheben und sucht über Werkstoff- und Verarbeitungsfetischismus (es lebe der Handwerker!) den sinnlichen Weg zum Herzen des Bewohners. Was spürt der Mensch nun aber wirklich im Raum? Entspricht der Trend zum (Raffiniert-)Einfachen und Soliden tatsächlich humanen Grundbedürfnissen? Die aktuelle Ausstellung "Sturm der Ruhe. What is Architecture?" im neu eröffneten Architekturzentrum Wien konzentriert sich auf solche Basics, und auch der von 9. bis 11. November stattfindende 9. Wiener Architektur Kongress wird sozusagen Grundlagenforschung in Sachen Erfahrung von Architektur betreiben. Unter den Vortragenden finden sich


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