ORF neu

ERICH FRÖSCHL | Vorwort | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

MEDIEN. Am Beispiel des ORF zeigt Blau-Schwarz aufs Neue, was unter "neu regieren" zu verstehen ist. 

Österreichs konservativ-rechtspopulistische Wenderegierung betreibt, so sagt sie, seit zwei Jahren "Entpolitisierung". Nur mehr Qualifikation und Leistung sollen zählen, sagt sie. Und das sieht so aus: In fast allen relevanten Betrieben im Besitz oder Teileinfluss der öffentlichen Hand wurden die Managements abserviert. Oft unabhängig vom ökonomischen Erfolg, vielfach entgegen wirtschaftlicher Vernunft, immer zu Lasten der Steuerzahler, um den Preis von Ablösesummen in Höhe von mehreren hundert Millionen Schilling. Sinn dieser kannibalistischen Variante des "Headhuntings", bei der - siehe Johannes Dietz - letztlich auch die Liquidatoren liquidiert werden: eine blau-schwarze Umfärbung. Dasselbe gilt für zahlreiche andere Bereiche, Stichwort: Hauptverband der Sozialversicherungsträger.

  Jetzt ist der ORF dran. Es begann im Februar mit der Beseitigung der unabhängigen Richterkommission

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