Die Globalisierungsgegner

Vorwort | KLAUS WERNER | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

WTO-TREFFEN. Industrienationen und Konzerne wollen eine Globalisierung in ihrem Interesse. 

Am Wochenende fand im arabischen Scheichtum Qatar die vierte Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) statt - dank restriktiver Einreisebestimmungen und Demonstrationsverbot ohne Störaktionen durch "Globalisierungsgegner". Seit dem Beitritt Chinas besteht die WTO aus 143 Ländern und der Europäischen Union. Ihr Ziel ist der weltweite Abbau von Handelsschranken. Während theoretisch alle Mitglieder das gleiche Stimmrecht haben, werden zahlreiche Beschlüsse von den wirtschaftlich starken Playern im Alleingang ausgehandelt. Ihre Interessen setzen sie mithilfe rigider Handelssanktionen durch - ein Mittel, zu dem ärmeren Ländern schlicht das ökonomische Drohpotenzial fehlt.

Dennoch glaubt WTO-Chef Mike Moore, dass "die Liberalisierung der Wirtschaft dem Wohle der Menschen überall auf der Welt dient". Als Beleg werden vor allem die Tigerstaaten Südostasiens genannt, wo die Exportorientierung


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