WIENZEUG

Politik | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

Polizei & Psychiatrie. Plötzlich beginnt der Lenker eines angehaltenen Fahrzeuges zu schreien. Auf der Wachstube verweigert ein Bürger plötzlich die Unterschrift. Am Gürtel läuft jemand nackt und verwirrt auf der Straße. Uniformphobie, Schreibphobie, Psychosen. Fast täglich sind Wiens Polizisten mit Menschen konfrontiert, die psychiatrisch auffällig sind. Nach einer Schätzung der Weltgesundheitsbehörde durchleben vierzig Prozent der Bevölkerung einen psychischen Zustand, der von einem Facharzt behandelt gehört. Sehr oft treffen sie dabei auf Uniformierte, die nun nicht so recht wissen, wie sie sich richtig verhalten sollen. Nun hat die Wiener Polizei gemeinsam mit der SPÖ-Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann ein neues, ungewöhnliches Projekt initiiert. In Zukunft soll das Verhältnis zwischen Polizei und Psychiatrie verbessert werden und ein Projekt des Polizei-Vordenkers Friedrich Kovar ausgebaut werden. Bereits seit 1994 arbeitet Kovar an einer intensiveren Zusammenarbeit


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