Fernsehen

Medien | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

"Das ist das Leben" rappt es aus der Signation der zweiten Staffel von "Popstars" (RTL 2). Das scheint wirklich das Leben zu sein, das uns seit einigen Wochen mit den Emotionen junger Erwachsener versorgt, die reich und berühmt werden wollen. Schön sind sie sowieso. Tausende haben da ein Casting quer durch Deutschland durchlaufen, acht waren zum Schluss übrig und seit Sonntag steht die zweite synthetische "Popstars"-Band fest, die zwar offiziell noch keinen Namen, aber wahrscheinlich bald einen ersten "Hit" hat. Keiner weiß, wieviel Liter Schweiß und Tränen geflossen sind, aber wenigstens die Abschiede, wenn wieder wer gehen muss, dürften uns erstmal erspart bleiben (obwohl es noch genug Gründe für Heulsusen gibt: Bänder- und Stimmbandzerrungen, neue Frisuren, Mobbing). Da wurde genuddelt, ganz toll lieb gehabt und geschluchzt auf Teufel komm raus. Sogar die Unsympathler in der Jury haben die eine oder andere Träne verdrückt und die "Leute an sich rangelassen". So ist das Leben. "Wer das nicht selbst erlebt hat", so einer der neuen "Popstars" in die Kamera, "der kann überhaupt nicht nachvollziehen, was hier abgeht." Stimmt.


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