Kommentar - Rabenhof: Man kann nicht alles ausschr.

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

Die Überraschung hätte größer sein können: Das Theater im Rabenhof wird auch in den nächsten drei Jahren von Karl Welunschek geleitet (siehe Bericht auf Seite 65). So wie Alexander der Große einst den gordischen Knoten mit einem Schwerthieb zerschlug, so hat auch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny damit ein lange unlösbar scheinendes Problem auf wenig elegante, aber effektive Weise gelöst.

Einerseits zauberte Welunschek, der mit Jahreswechsel handstreichartig den Rabenhof übernommen hatte, mit minimalen Mitteln ein insgesamt fulminantes erstes Halbjahr auf die Gemeindebau-Bühne; mit Ausnahme von erklärten Welunschek-Gegnern gab es im Sommer deshalb niemanden, der Welunschek den Rabenhof streitig machen wollte. Andererseits hatte Mailath-Pokorny bald nach seinem Amtsantritt die Parole "Alles wird ausgeschrieben!" ausgegeben, was logischerweise auch für den Rabenhof zu gelten hatte. Einerseits schien diese Ausschreibung eine "g'mahte Wiesn" für Welunschek zu sein. Andererseits


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