WELT IM ZITAT

Kultur | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

Lebensnahe Sittlichkeit

Phaidra (...) befriedigt sich in der Unterwäsche von Hippolytos ebenso wie der Hofpfaffe, der für die Royals und ihre Diener lebensnähere Sittlichkeit fordert als sie dem Volk gepredigt wird.

Hans Haider beschreibt in der Presse zwei so genannte "Blow-Jobs", die er im Volkstheater gesehen hat.

Grüne Frau

"Grüne Frau" nennt die Künstlerin Elvira Bach dieses Selbstporträt. Das expressive Werk will "als Suchen, Entdecken, Behaupten und Exponieren des eigenen Ichs" aufgefasst werden, lässt sich aber auch politisch deuten.

Krone Bunt-Kunstspezialist Hans Dichand bei der Bilddeutung.

Rote Frau

Die Künstlerin lebt in Berlin, wo sich zwischen Rot und Grün recht seltsame Dinge abspielen. Da gibt es eine "kommunistische Plattform", deren Anführerin eine junge, sehr gut aussehende Frau ist. Nie zuvor haben Agitatorinnen der KP so ausgesehen; denken wir an Anna Pauker.

Hans Dichand kommt ohne große Umwege zur Sache.

Rot-grüne Frau

In Österreich ist man nicht so instinktlos, da tarnt man sich grün; eine ganze Riege junger Frauen ist hier emsig, aber viel klüger bemüht, bei den Sozialdemokraten unterzuschlüpfen. Sie träumen von einer Koalition mit der SPÖ und ärgern sich über die linken Kolleginnen in Berlin, die viel zu früh ihre Tarnkappen abgelegt haben.

So weit die Deutung eines grünen Frauenakts durch Hans Dichand.

Einsicht kommt vor dem Fall

Der Zuschauer sieht sich in die sprunghafte Erzählweise ein, aber noch bevor er alles einsieht, vielleicht sogar eine Einsicht zu haben glaubt (...) schaut er auch schon wieder ein.

Rudolf John über "Memento".


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