OHREN AUF! Monk, komplett

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

Er war und ist - trotz Lester "Pork Pie Hat" Young - der bedeutendste Hutträger des Jazz: Persianermützen, Kappen aller Art und sogar Karl-Stotz-Hüte zierten das Haupt des bedeutendsten Pianisten/Komponisten nach Duke Ellington. Die Rede ist natürlich von Thelonious Monk (1920-1982), dem Baron des Bebop, der zu den wichtigsten Bezugsgrößen des modernen Jazz avancierte. Vor allem aber hat Monk mit seinen Kompositionen, die Deutschlands bestaussehender Pianist, Alexander von Schlippenbach, gemeinsam mit der Band Die Enttäuschung, dieser Tage im Rahmen eines etwa fünfstündigen Konzertes alle (!) zu Gehör bringen wird, ein Korpus hinterlassen, an dem sich Jazzmusiker in allen Winkeln dieser Welt bis zum heutigen Tage die Finger wund spielen und die Zähne ausbeißen.

Kaum ein Jazzkomponist wurde in den letzten zwanzig Jahren mit derart vielen Tribute-Alben gewürdigt wie Monk (vom findigen Produzenten Hal Willner, dem Art Ensemble of Chicago, dem Kronos Quartet und natürlich dem Sopransaxophonisten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige