Der Sinn des Lebens

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

KABARETT. "Mitsubischi" von Alf Poier macht da weiter, wo "Zen" geendet hat: bei synästhetischem Nonsense am Rande des Nervenzusammenbruchs. 

Ehe in Alf Poiers Programm "Mitsubischi" das erste Mal vom Titelhelden die Rede ist, dauert es eine gute Stunde. Bis dahin hat man schon einiges erlebt, denn der Vordenker des Unsinns hat es eilig mit seinen Wuchteldruckereien, für die jedes Ausdrucksmittel gerade recht ist: Zeichnen, Malen und Formen; Singen, Tanzen und Springen. Das Ausgangsmaterial für diesen synästhetischen Nonsense bleibt über weite Strecken die Sprache: vorzugsweise das zusammengesetzte Hauptwort. Oder Homophone, also Wörter, die gleich ausgesprochen, unterschiedliche Bedeutungen haben: Sissi-Fuß und Sisyphus zum Beispiel. Oder: der Katalog und der Kater log.

  Aus dieser Differenz bastelt, dichtet und zeichnet der Komiker Wortwitze, dass es - nicht zuletzt: dem Künstler selbst - nur so eine Freude ist: Eine Streichwurst wird da zu einem Hartwurstobjekt mit drangeklebten


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