Ende der Rabenkämpfe

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

THEATER. Der neue Leiter des Rabenhofs ist ganz der Alte. Der genialische Chaot Karl Welunschek bekommt nach einem turbulenten Probejahr Verstärkung: Ein Geschäftsführer und ein Dramaturg sollen den wilden Mann bändigen. 

Der Regisseur Nikolaus Büchel hat vorige Woche zwei Wetten gewonnen. "Erstens habe ich gewettet, dass der Welunschek den Rabenhof kriegt. Und zweitens, dass ich es aus der Zeitung erfahre." Tatsächlich gab Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny auf einer Pressekonferenz im Café Eiles bekannt, dass das seit heuer in eher anarchistischem Stil von Karl Welunschek, 46, geleitete Theater im Rabenhof auch in den nächsten drei Jahren von diesem geführt werden soll. Er habe sich nach ausführlichen Gesprächen zu diesem Entschluss "durchgerungen", verkündete der Stadtrat - und deutete damit an, dass ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen war. Einerseits war Welunschek der logische Favorit; andererseits hatte Mailath-Pokorny sich selbst verpflichtet, jede Leitungsfunktion


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