SPIELPLAN

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

Zweiundzwanzig Frauen auf der Bühne des Burgtheaters (inklusive Damenorchester), das ist schon mal nicht schlecht. Ihr Leben dreht sich um Fitness, Beauty, Tratsch und Klatsch - und nicht zuletzt Männer, die aber nie zu sehen sind. Rainer Werner Fassbinder hat Clare Boothe Luces schlagfertige Upper-Class-Komödie "The Women" (1936) Ende der Siebzigerjahre in seiner legendären Hamburger Inszenierung "Frauen in New York" sehr existenziell genommen - hinter aller Wohlsituiertheit lauert eine Edward-Hopper-Leere. Im Burgtheater bedienen Sven-Eric Bechtolf und Dramaturg Wolfgang Wiens unter dem Titel "Damen der Gesellschaft" das Starvehikel. Weil das famose Stück für jede Dame einen glamourösen Auftritt bereitstellt, ist das reine Frauenensemble dementsprechend lustvoll am Werk. Es gibt tolle Auftritte (Kitty Speiser! Bibiane Zeller! Maresa Hörbiger! Regina Fritsch!), deretwegen man den Abend, der gut eine Stunde zu lang ist, schon mögen kann. Bösartig und denunzierend, wie von der


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