Best of Bachmann?

Kultur | KONSTANZE FLIEDL | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

LITERATUR. Eine Sammlung aller bislang mit dem Bachmann-Preis ausgezeichneten Texte ermöglicht einen Rückblick auf die historischen (Fehl-)Urteile der Jury und literarische Konjunkturzyklen. 

Seit einem Vierteljahrhundert gibt es den Bachmann-Preis. Eine Anthologie der 25 Gewinner-Texte legt nun der Piper-Verlag vor; tollkühn hat er sie "Die Besten" genannt und damit jedem Gegner die uralten Argumente gegen den Wettbewerb geradezu aufgedrängt: dass Literatur nicht funktioniert wie Vorturnen, dass sich "beste" Texte doch nicht durch Kritikernoten und eine Abstimmung im Schnellverfahren ermitteln lassen, dass es für den Superlativ ohnehin kein Kriterium gibt ... Wohl wahr. Nicht ganz so schlicht war der Einwand, der Bewerb produziere seine eigene Art von Texten: Eine gut lesbare, ordentlich gebaute, psychologisch spannende Geschichte werde den Bedingungen am besten gerecht und von willigen Autoren bereits vorauseilend fabriziert. Solche Vorwürfe lassen sich an der Sammlung in Ruhe


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