Im Revier der Radebrecher

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

LITERATUR. Mit ihrem neuen Buch "Fabula Rasa" erweist sich Brigitta Falkner einmal mehr als Meisterin der Wortverdrehungskunst. 

Was haben die Fachzeitschriften Filmkritik und Big Tits gemeinsam? Richtig! Beide haben als einzigen Vokal ein i im Namen. Weswegen sie auch zwingend in Brigitta Falkners Storyboard "Prinzip i" vorkommen. So wie auch "Kim" von R. Kipling oder ein Krimi mit dem Titel "Picknick im Lift". Selbstverständlich beginnt "Prinzip i" in Linz, wo fast alles beginnt, außer die Biografie der Autorin; Brigitta Falkner nämlich wurde in Wien geboren. Und zwar 1959. Viel mehr weiß man nicht und braucht man auch nicht zu wissen; jedenfalls nach Auffassung der Autorin, die Interviews verweigert, weil sie sich mit ihrer Person und ihrem Lebenslauf nicht vors Werk stellen will. Von dem man immerhin weiß, dass es "Anagramme, Bildtexte, Comics" umfasst (so der trockene Titel eines 1992 im Verlag Das fröhliche Wohnzimmer erschienenen Buches).

  Die Anagramm-Dichtung, also die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige