Sideorders: New Veggies

Stadtleben | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

Eigenartig. Da verharrte Wien jahrzehntelang in fleischiger Agonie, wenn was Vegetarisches aufmachte, dann wars eher ein Zufall, eine lobenswerte Ausnahme oder hielt eh nicht lang, und jetzt gehts vegetarisch auf einmal los wie aus dem Rohr geschossen. Soll recht sein, Lebensmittelskandale und lebensverachtende Massentierhaltung werden ja vielleicht doch nicht so schnell vergessen; vor allem auf den Frauen, die da als etwas sensibler eingestuft werden können, darf da die Hoffnung ruhen. In jüngster Zeit tat sich auf dem Veggiesektor jedenfalls Folgendes:

Wrenkh, 9., Serviteng. 14, Tel. 319 77 63, tägl. 11.30-24 Uhr.

Das neueste Wrenkh-Lokal, erstmals mit Christian Wrenkhs neuer Küchenphilosophie: Vorspeisen sucht man sich vom Tablett aus, Hauptspeisen stehen auf der Karte. Nach wie vor wunderbar, ungeschlagen nicht nur in Wien.

Vegie, 4., Naschmarkt St. 232, Tel. 586 66 07, Mo-Sa 11.30-22 Uhr.

Dritte Niederlassung der "Vegetasia"-Familie: In einem früheren Nudelstand gegenüber des Theaters an der Wien werden seit ein paar Wochen Fleisch- und Fisch-Surrogate aus asiatischer Großproduktion feilgeboten. Exotisch und schräg.

Café Kafka, 6., Capistrang. 10, Tel. 586 13 17, Mo-Sa 8-23 Uhr.

Schon vorige Woche hierorts kurz erwähnt, demnächst kommt dann auch echt der Artikel: Dr. Hamid Hjoudan aus dem Iran, zuvor "Nice Rice", bekocht dieses pittoreske Minikaffeehaus mit Vegie-Küche aus dem Mittleren Osten.

Depot Café, 7., Breiteg. 3, Tel. 522 76 13, Mo-Fr 11-23 Uhr.

Eines der besten neuen Underground-Cafés der Stadt, becatert vom Bioladen St. Joseph in der Zollergasse (wo demnächst auch gegessen werden kann). Lustige, würzige Knöderln aus Reis, Kartoffeln et cetera.


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