Die Handaufwärmer

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

MARONI. Schon vor Wochen haben die Maronibrater ihre Öfen angefeuert und die Saison eingeläutet. Jetzt ist auch das Wetter danach.

Zum winterlichen Wien-Stadtbild gehören sie wie blinkende Weihnachtsbäume und torkelnde Punschnasen: die Maronibrater mit ihren kleinen Holzhütten und den typischen, mit Kohle oder Propangas befeuerten Stahlöfen. Die Schanigärten sind noch nicht ab- und die Weihnachtsmarkthütten noch nicht aufgebaut, da werden auch schon Kastanien geröstet. Professionell, versteht sich. In dieser Maronisaison - sie dauert vom 1. Oktober bis zum 30. April - gibt es an schätzungsweise 250 Ständen die heißen Baumfrüchtchen zu kaufen. Maroni schmecken nicht nur gut, sie sind sogar gesund und wärmen klamme Finger. Zumindest die paar Minuten, bis sie aufgegessen sind.

Die Esskastanie ist nicht mit der bei uns heimischen Rosskastanie verwandt. Unterschieden werden muss zwischen der Edelkastanie und der geschmacklich kräftigeren und sahnig schmeckenden Maroni. Die Maroni


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige