JAZZ und mehr: Keine Wünsche offen

Stadtleben | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 46/01 vom 14.11.2001

Wiens bester Jazzclub ist schon lange kein reiner Jazzclub mehr. Spätestens seit das Porgy & Bess vor einigen Monaten ins ehemalige Pornokino Rondell umgezogen ist, wurde daraus eines der angenehmsten öffentlichen Wohnzimmer der Stadt - mit Bier vom Fass, akzeptablem Essen und vor allem mit einem Musikprogramm, das keine Wünsche offen lässt. Natürlich kommen auch die großen Stars und die experimentierfreudigen Youngsters des Jazz immer noch hierher; daneben aber hat Clubchef Christoph Huber jede Menge Spezial-Konzertreihen mit eigenen Kuratoren etabliert: So kümmert sich etwa Christof Kurzmann in seinen "Charhizma"-Konzerten um die neuesten Entwicklungen der elektronischen Musik; Rainer Lepuschitz gewährt zeitgenössischen Komponisten vor allem aus Osteuropa in seinem Zyklus "Asyl" ebendieses; der Schlagzeuger Alex Deutsch und sein "Gelee Royal" bieten jeden Donnerstag "Entertainment at a higher level" mit Livemusik, die fetzt, und DJ-Sessions; und ab nächster Woche zeigt die Dirigentin Marie-Louise Oschatz mit ihrem Originalklang-Ensemble Helios 18, dass man auch im 18. Jahrhundert schon wusste, was Groove ist. Studentenermäßigungen für einzelne Konzerte fallen leider nicht allzu großzügig aus, dafür gibt es eine Studenten-Membercard für öS 2900,-/e 210. Die gilt ein Kalenderjahr lang, ist ziemlich schnell ausverkauft und sollte bereits jetzt reserviert werden.

Porgy & Bess, 1., Riemerg. 11, Infos und Karten: www.porgy.at oder Tel. 503 70 09.


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