Der Mond ist aufgegangen

Politik | VIOLA GANGL | aus FALTER 47/01 vom 21.11.2001

REPORTAGE. Auch in Wien ist für 120.000 Muslime der Fastenmonat Ramadan angebrochen. Hinter den Mauern mancher Moscheen trifft man auf Verunsicherung und eine Mischung aus Geschichtsunterricht, Hygienevorlesung und Tausendundeiner Nacht. 

Wenn es um den Himmel geht, wird es schwierig. Dabei ging es am vergangenen Freitag eigentlich nur um den Mond: Sobald seine silberne Sichel im neunten Monat des islamischen Mondkalenders am Firmament sichtbar wird, beginnt der Fastenmonat Ramadan. "Man muss den Mond mit freiem Auge sehen, TV und E-Mail gelten nicht!", schwört der Gebetsrufer Mohammed Ismail aus Währing. Zwischen 16 und 16.30 Uhr will er auf der Reichsbrücke in Wien Aufstellung nehmen. "Falls der Himmel bedeckt ist, reichen auch die Aussagen zweier Zeugen, so steht es im Koran, aber die muss man sich genau aussuchen. Schließlich ist das hier tausendmal wichtiger als ein Gerichtsverfahren!" Eine Delegation seines Vertrauens ist bereits in Richtung Semmering ausgerückt, dort ist der


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