Romantiker der Moderne

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 47/01 vom 21.11.2001

MUSIK. Als Pianist und als Veranstalter lässt sich Markus Hinterhäuser vor allem von seinem Enthusiasmus leiten. Bei Wien Modern spielt er nun an zwei Tagen das gesamte Klavierwerk von Morton Feldman. 

Einen eigenen Flügel hat Markus Hinterhäuser nicht, und sein Leihklavier ist in einem Zustand, den der Pianist lieber nicht näher erläutern möchte. Auch das frisch gestimmte Instrument des Interviewers will er vor dem Gespräch nicht testen: "Ich kann mich doch nicht einfach hinsetzen und irgendwas spielen", entschuldigt er sich und erzählt stattdessen die Geschichte, wie sich Claudio Arrau vor Jahren einen Steinway als Geschenk aussuchen durfte und die zur Auswahl stehenden Prachtexemplare zwar eingehend von allen Seiten inspizierte, dabei aber - sehr zum Ärger des Sponsors und der erwartungsvollen Pressevertreter - keine einzige Taste berührte. Das, sagt Hinterhäuser, verstehe er gut.

  Der 42-jährige Wahlsalzburger hat ein scheues, vielleicht fast schon skrupulöses Verhältnis


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