Grün oder Grün?

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Über die Grünen in Zeiten der Entscheidung: Manchmal können sies ja doch. 

An diesem Wochenende, hoffte die Rechte, würde die rot-grüne Koalition in Deutschland platzen. Die Grünen, stand zu erwarten, würden sich auf ihrem Parteitag mehrheitlich gegen den Antrag des Parteivorstands entscheiden, den Einsatz der Bundeswehr zur Terrorbekämpfung zumindest zu "akzeptieren". Das Zentralorgan der Grünen-Kritik, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, hatte an den Grünen schon manches auszusetzen; am schlimmsten traf sie wohl der Vorwurf des Leitartiklers, "bis in ihre Wurzelspitzen ins Regieren verliebt" zu sein, wo das Blatt sie sonst eher bezichtigt, ihre pazifistischen Neigungen über die Regierungsverantwortung zu stellen.

  Es entbehrt tatsächlich nicht einer gewissen Komik, wenn sich Obermoralos als Megapragmatiker entpuppen, sobald die Uhr fünf vor zwölf anzeigt. In der Woche davor hatten ja vier der acht grünen Einsatzgegner für die Regierung Schröder


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