Nach dem Theaterdonner

ANDREAS MAILATH-POKORNY | Vorwort | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

KULTURPOLITIK. Wer nur die Neubesetzung von Theatern diskutiert, verliert die Aufgaben der Kulturpolitik aus dem Auge. 

Wiens Theaterlandschaft ist das Nervengeflecht im Kulturorganismus unserer Stadt. Jede kleine Veränderung wird seismographisch registriert, aber gleichzeitig gehen belebende Impulse von diesen Nervenbahnen aus. Kein Wunder, dass wochenlang emotionsgeladen über Theaterbesetzungen debattiert wird. Kein Wunder, dass ein neuer Kulturstadtrat vor allem an den Neubesetzungen im Theaterbereich gemessen wird.

Verwunderlich ist nur, dass sich die Debatte fast ausschließlich um Formalismen anstatt um Inhalte gedreht hat: wann ausgeschrieben wurde, wer wen wann kontaktiert hat, ob die Bewerbungsunterlagen vollständig waren.

  Meine Grundsätze waren von Anfang an, Offenheit, Vielfalt und Erneuerung in die Kultur zu bringen. Dazu gehört das Prinzip, Funktionen öffentlich auszuschreiben, wie das auch in anderen Bereichen selbstverständlich ist, um den Zugang zu erweitern und

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