Des Volkes Verswolf

FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER | Politik | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

Kronenzeitung. Die finstere Welt des Dichters und Malers Wolf Martin, der sich als Kommunist, Schwulenaktivist, Katholik und Beamter versuchte, schwer erkrankte und seit 13 Jahren in der "Kronen Zeitung" über Juden, "verrückte Schwule", linkes Gesindel, Drogenkranke und die Vermischung der Völker reimt.

Es war eine Gesellschaft aus längst vergangen geglaubten Zeiten, die sich vergangene Woche im prunkvollen Rosenkavaliersaal des Palais Auersperg einfand. Korrekte deutschnationale Monokelträger, rechte Verleger mit Spitzbärten und exakt gescheiteltem Haar, junge unsichere FPÖ-Jugend, gekleidet in altmodische Anzüge, das Gesicht gezeichnet durch Mensuren. Auch ein paar Ewiggestrige und unversöhnliche Heimatvertriebene waren gekommen. Keine Politiker, nur ein wenig rechte Prominenz. Der Großindustrielle Georg Mauthner Markhof etwa. Und Professor Lothar Höbelt, der freiheitliche Historiker und Nachdenker, der das Treffen für die freiheitliche Akademie organisiert hatte.

  Es war

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