Wolf Martin im INTERVIEW: "Ich bin ein phänomenaler Liebhaber"

Politik | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

Es ist für die "linken Medien" nicht leicht, mit dem medienscheuen "Krone"-Dichter Wolfgang Martinek ins Gespräch zu kommen. Als Martinek vergangene Woche sein Buch präsentierte, drehte er sich bei der Bitte um ein Streitgespräch einfach um. "Nur schriftlich", knurrte er. Das folgende Interview ist durch mehrere Faxbriefwechsel entstanden.

Falter: Herr Martin, Sie waren Anfang der Achtzigerjahre bei der Schwulenorganisation "Hosi". 1968 waren Sie bei der Fäkal-Aktion von Günter Brus an der Uni. Sie schrieben für das linke FORVM. Was hat Ihnen in diesem Milieu gefallen? Warum haben Sie sich von den Linken abgewandt?

Wolf Martin: Bei der Veranstaltung "Kunst und Revolution" im NIG 1968 war ich im Publikum. Dieses - und somit auch ich - wussten nicht, was dort wirklich stattfinden sollte. Es fand aber meine Zustimmung, denn ich protestierte schon damals als 20-Jähriger gegen politische und kulturelle Erstarrung. Bei der Hosi war ich aufgrund meiner nach wie vor bestehenden Überzeugung,


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