"Feinde zu Gegnern"

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

AFGHANEN. Die Wiener afghanische Community erhofft sich wenig von der Afghanistan-Konferenz in Bonn und startet nun eine eigene Initiative für ihr Land. 

Gut, dass sich die Welt mit unseren Problemen beschäftigt", meint der in Wien tätige afghanische Unternehmer Haje Barang. Dass die Afghanistan-Konferenz der UNO, die diese Woche am Bonner Petersberg stattfindet, Erfolg haben wird, können sich aber weder er noch seine Freunde vorstellen. "Die UNO hat kein Konzept für Afghanistan. Die wissen nicht einmal, wen sie einladen sollen", kritisiert auch der afghanische Veterinärmediziner Fazel Rahman. Denn allein von der Nordallianz nehmen nur vier von sechs Gruppen an der Konferenz teil. Abgesehen davon stehe die afghanische Bevölkerung der UNO seit 1992 sehr misstrauisch gegenüber. "Damals waren wir froh, dass der Krieg aus ist, und überzeugt, dass es einen UNO-Friedensplan für unser Land geben wird", erzählt Rahman, der 1992 noch auf der Universität in Kabul unterrichtete. "Doch


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