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Medien | KLAUS STIMEDER | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

MEDIEN UND KRIEG. Während der Kampf um Afghanistan in die Endphase geht, erlebt die Krisenberichterstattung eine Renaissance. 

Die Szenen der Beisetzung gingen um die Welt. Tausende Menschen nahmen in der Kathedrale der sizilianischen Stadt Catania an der Beerdigung von Maria Grazia Cutuli teil. Sogar die italienische Regierung schickte eine von Frauenministerin Stefania Prestigiacomo angeführte Abordnung, um der toten Journalistin die letzte Ehre zu erweisen. Eine Woche zuvor war die 39-jährige Reporterin der bekannten Tageszeitung Corriere della Sera bei einem Angriff auf ihren Konvoi in Afghanistan ermordet worden. Cutuli war mit dem australischen Kameramann Harry Burton, dem afghanischen Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters, Azizullah Haidari, sowie Julio Fuentes, einem Korrespondenten der spanischen Zeitung El Mundo, in einen Hinterhalt mutmaßlicher Taliban-Milizen geraten. Aus der Obduktion der Leiche ging hervor, dass Cutuli durch mehrere Schüsse aus nächster Nähe aus


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