Kommentar - Wien Modern: jammern, bitte jetzt!

CARSTEN FASTNER | Kultur | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

Es ist ein Jammer: Ausgiebiges Jammern scheint im Wiener Kulturleben immer noch der beste Weg zur Aufmerksamkeit zu sein. Die heißen Jammer-Brennpunkte der letzten Monate - vom Museumsquartier über den österreichischen Film bis zu Josefstadt und Rabenhof - genießen derzeit öffentliche Anteilnahme, mediale Zuwendung und sogar die ein oder andere politische Reaktion.

Pech für Wien Modern? Das größte österreichische Festival für zeitgenössische Musik ist gerade zu Ende gegangen; doch selbst wenn der Publikumszuspruch (und damit die Aufmerksamkeit einer spezifisch interessierten Öffentlichkeit) dem Augenschein nach leicht gestiegen sein dürfte, waren während der vergangenen vier Wochen in den großen Medien des Landes kaum mehr als vereinzelte Vorankündigungen oder Konzertrezensionen darüber zu lesen. Und die Aufmerksamkeit seitens der geldgebenden Politik beschränkt sich auf für ein Festival dieser Größe und Bedeutung vergleichsweise lächerliche Subventionen in Höhe von

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