Der Antiquar der Avantgarden

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

THEORIE. Der deutsche Literaturwissenschaftler Peter Bürger ist Gast beim Symposium "Das Jahrhundert der Avantgarden". Im Gespräch erklärt Bürger, warum es gut ist, dass es keine Avantgarde mehr gibt.  

Der bis 1998 an der Universität Bremen lehrende Literaturwissenschaftler Peter Bürger gilt als einer der wichtigsten Theoretiker über Avantgarden des vergangenen Jahrhunderts. Sein 1974 in der edition suhrkamp erschienenes Buch "Theorie der Avantgarde" avancierte zum Wohngemeinschaftsklassiker und steht bis heute auf der Leseliste vieler germanistischer Seminare. Darin stellte der heute 65-jährige Hamburger die These auf, dass das Projekt der historischen Avantgarden gescheitert sei, da es ihnen nicht gelungen sei, die Kunst ins Leben zu integrieren. In seinen späteren Publikationen widmete sich Bürger französischen Philosophen der Postmoderne wie George Bataille oder Michel Foucault. Zuletzt veröffentlichte er "Ursprung des postmodernen Denkens" (Velbrück 2000) sowie "Alternde


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