SYMPOSIUM: Trauriges Pudern & romantisches Erbe

Kultur | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

Das vom Institut für die Wissenschaften vom Menschen veranstaltete Symposium "Das Jahrhundert der Avantgarden" ist der Frage gewidmet, inwiefern im historischen Rückblick zwischen zwei sich gegenüberstehenden Strömungen innerhalb der modernen Kunst unterschieden werden kann: einer puristischen, aseptischen Moderne und jenen avantgardistischen Bewegungen, die den Weg von der Poesie ins Leben suchten.

  Auf der Vortragsliste des ersten Tages stehen die bekannten Kunsthistoriker Hans Belting und Beat Wyss sowie der Essayist Franz Schuh, der unter dem Titel "Trauriges Pudern" den melancholischen Aspekten erotischer Entgrenzungen in Texten der österreichischen Nachkriegsavantgarde nachgeht.

  Der zweite Symposiumstag wird die Frage behandeln, inwiefern der avantgardistische Anspruch auf ein besseres, weil schöneres Leben zu problematischen Verwicklungen geführt hat. Der ungarische Kunsttheoretiker Làszlo Földényi verweist auf das "verhängnisvolle Erbe der Romantik". Die deutsche

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