Nowhere Man

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

FILM. In ihrem Schwarz-Weiß-Thriller "The Man Who Wasn't There" lügen die Coen-Brüder, was das Zeug hält. Durchaus zum Wohle des Zusehers. 

Doesn't have a point of view,

Knows not where he is going to,

Isn't he a bit like you and me?

The Beatles: "Nowhere Man"

Bei ihrem letzten Film, "O Brother, Where Art Thou?" (2000), war ihnen das Grün zu viel. Die Coen-Brüder eliminierten es digital - übrig blieb eine Südstaatensaga ganz in Weizengelb - ein Klischee wie aus der Toastbrotreklame. Bei ihrer neuen Arbeit, "The Man Who Wasn't There", nutzten die Coens die Lichtempfindlichkeit des Farbmaterials nur, um in der Nachbearbeitung diesmal alles Bunte zugunsten von Schwarz und Weiß, Schatten und Licht aufzugeben. "Klarheit", sagt die Form. "Denkste", sagt die Handlung und weist in einen Irrgarten.

  Billy Bob Thornton spielt den Titelhelden und Voice-over-Erzähler des Films, Ed Crane, Friseur in der kalifornischen Kleinstadt Santa Rosa im Jahr 1949. Mit seiner Gattin Doris (Frances McDormand)


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