Verstörung durch Schönheit

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 48/01 vom 28.11.2001

MUSIK. Mit dem Album "Insignificance" ergänzt der amerikanische Musiker und Produzent Jim O'Rourke sein reichhaltiges Ruvre um ein weiteres Glanzlicht. 

Eines Abends im Sommer 1999 trafen sich drei illustre Herren mit ihren Powerbooks zu einer unangekündigten konzertanten Darbietung im Gürtellokal rhiz: Christian Fennesz, Wiens Feinelektroniker mit Weltruf, saß da neben dem Mego-Chef und Sound-Extremisten Peter Rehberg, beide konzentriert in ihre Laptops vertieft. Der Dritte im Bunde wollte durch sein etwas schmuddeliges Äußeres so gar nicht ins Klischeebild des nerdigen Elektronik-Wizzards passen, und im Gegensatz zum strengen Gestus seiner Kollegen huschte ihm gelegentlich ein Lächeln übers Gesicht.

  Tatsächlich handelte es sich hier um die Improvisationsformation Fenn O'Berg; der ominöse Dritte war also kein Geringerer als Jim O'Rourke - jener lange Zeit von Chicago aus operierende Musiker, Produzent und Freigeist, der sich in den Neunzigern nicht nur als hardest working


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